EcoMycel
Regionale Pflanzenfasern, die durch das Wachstum von Pilzmyzel zu einem stabilen Verbundmaterial verbunden werden. Kein Laborprototyp — ein Material, das reproduzierbar hergestellt, geprüft und industriell produziert werden kann.



Rund 40 Tage vergehen von der Vorbereitung des Substrats bis zur fertigen, getrockneten Dämmplatte.
Das Substrat wird pasteurisiert und abgetropft.
Das vorbereitete Substrat wird mit Myzel vermischt und in die Form eingebracht.
Das Myzel durchwächst das Substrat und verbindet die Fasern zu einem festen Verbund.
Die Platten werden aus den Formen entnommen und bei niedriger Temperatur (ca. 40°) getrocknet.
Nachtrocknung bei Raumtemperatur bis zum fertigen Endgewicht.

Entspricht der Dämmleistung hochwertiger Naturdämmstoffe und ermöglicht energieeffiziente Gebäude.
Gewährleistet eine dauerhaft stabile Fassadendämmung und erfüllt die mechanischen Anforderungen im Einsatz.
Erfüllt die OIB-Anforderungen an die Dämmschicht für Fassaden in allen Gebäudeklassen.
Regionale Pflanzenfasern, ausschließlich durch Myzel gebunden — ohne synthetische Bindemittel.
Das Material kann nach der Nutzung in den biologischen Stoffkreislauf zurückgeführt werden und verursacht keinen Sondermüll.
Wirtschaftlich konkurrenzfähig zu etablierten Dämmstoffen. Günstiger als bestehende Naturdämmstoffe.
Mittelwerte aus unseren bisherigen Messreihen.
Die Dämmplatte passt in die drei Systeme, mit denen Außenwände heute gedämmt werden: in den Holzbau zwischen die Ständer, in die vorgehängte hinterlüftete Fassade und ins Wärmedämmverbundsystem. Der Holzbau zeigt die Platte im Ständerwerk. Die beiden anderen Systeme sitzen auf derselben Ziegel-Massivwand, einmal hinterlüftet hinter der Bekleidung, einmal verputzt. In jedem Aufbau ersetzt EcoMycel nur die Dämmschicht. Alle anderen Schichten bleiben, wie die Bauwirtschaft sie kennt.
Aufbau nach dem Baubook-Beispiel des Einfamilienhauses in Brunn: Lehmputz innen, Installationsebene, 38 cm Ständerwand, außen hinterlüftete Schindeln. Im Original liegen Baustrohballen zwischen den Ständern. Hier übernimmt EcoMycel diese Ebene, alle anderen Schichten bleiben unverändert. Der Aufbau ist diffusionsoffen und kommt außer der Dampfbremse ohne Kunststoff aus.
Gesamt 643 mm · Aufbau nach baubook/eco2soft, dokumentiert in der Diplomarbeit Figlmüller (TU Wien), Beispiel EFH Brunn
Massivwand, davor die Dämmung, dann Luft, dann die Bekleidung. Die EcoMycel-Platten werden mit Dämmstoffhaltern auf der Tragwand fixiert, eine diffusionsoffene Fassadenbahn schützt sie vor Schlagregen und vor UV-Licht durch die offenen Fugen. Der Hinterlüftungsraum führt Feuchte ab, mindestens 20 mm nach DIN 18516-1, hier 40 mm. Die Bekleidung hängt an einer Aluminium-Unterkonstruktion aus Wandhaltern und Tragprofilen.
Gesamt ca. 475 mm · Schichtfolge nach DIN 18516-1, Außenwandbekleidungen, hinterlüftet
Das häufigste Dämmsystem im Massivbau und in der Sanierung: Die Platten werden auf die Tragwand geklebt, zusätzlich gedübelt und direkt verputzt. EcoMycel tritt an die Stelle von EPS oder Mineralwolle. Darauf kommen Armierungsmörtel mit Glasfasergewebe, Putzgrund, Oberputz und Anstrich. Für ein biobasiertes WDVS zählt ein diffusionsoffener, mineralischer Putzaufbau, damit Feuchte aus der Platte nach außen entweichen kann.
Gesamt ca. 483 mm · Schichtfolge nach maler.org, WDVS-Aufbau
Schnitt durch die Wand, Schichten von innen (rechts) nach außen. Die Nummern entsprechen der Legende.