Die Fassadendämmplatte aus Stroh und Myzel
Regionale Pflanzenfasern, durch das Wachstum von Pilzmyzel zu einem stabilen Verbundmaterial verbunden. Reproduzierbar hergestellt, geprüft, industriell produzierbar.
Stroh als Gerüst, Myzel als Bindung
Die Platte besteht aus tausenden kurzen Halmstücken. Zusammengehalten werden sie nicht von Leim oder Kunststoff, sondern von einem Pilzgeflecht, das zwischen den Fasern gewachsen ist.
Der Rohstoff wächst jedes Jahr nach
Stroh ist ein Nebenprodukt des Getreideanbaus. Es fällt regional an, in großen Mengen, ohne eigene Anbaufläche zu brauchen. Während das Korn reift, entsteht der Halm, den wir später verwenden.
Das Korn geht in die Mühle, der Halm bleibt
Nach der Ernte liegt das Stroh auf dem Feld. Aus diesem Reststoff, der sonst untergepflügt oder eingestreut wird, entsteht der Dämmstoff.
Zerkleinern und pasteurisieren
Das Stroh wird gehäckselt, pasteurisiert und abgetropft. So bekommt das Myzel ein sauberes Substrat, in dem keine anderen Organismen konkurrieren.
Mit Myzel vermischt, in die Form gebracht
Das vorbereitete Substrat wird mit Pilzmyzel vermischt und in die Form eingebracht. Die Form gibt der späteren Platte ihr Maß.
Das Myzel durchwächst das Substrat
Über rund zweieinhalb Wochen wächst das Pilzgeflecht durch die Halmstücke und verbindet sie zu einem festen Verbund. Eine geschlossene Myzelhaut legt sich über die Oberfläche.
Aus der Form, getrocknet, fertig
Die Platte wird aus der Form genommen und bei rund 40 °C getrocknet. Danach trocknet sie 15 Tage bei Raumtemperatur bis zum Endgewicht nach. Nach etwa 40 Tagen ist sie fertig.
Ihr Platz in der Außenwand
Außenwand in Holzmassivbauweise, hinterlüftet, mit Installationsebene. Die Dämmebene zwischen dem Konstruktionsholz übernimmt die Stroh-Myzel-Platte, hier in 160 mm dargestellt.
Gesamt 396,5 mm · Referenz-U-Wert 0,16 W/(m²K) mit Mineralwolle
